Liebe Welt,


eine Geschichte.

Damals auf dem Dorf. Über die Felder weht der Duft vergeudeter Tage und verfrühter Defloration. Die Mopedgangs pöbeln und werfen schmutzige Wörter auf die Vorbeigehenden. Einfach nur, weil sie vorbeigehen. Wie die gängigen Sehnsüchte der Jugend. Man träumt sich in die unendliche Weite der Großstadt. Wo man nicht schlafen kann, weil die Lichter so grell und das Strobo im Kopf so ausdauernd ist. Und dann auf einmal ist man in Berlin und merkt, dass die eigenen Träume für 50 Cent im 1 Euro Shop verscherbelt werden. Sollte hier nicht alles bunt sein? Das eigene Leben wie auf einem Magazin geschnitten? Wie schaffen es die anderen denn immer, die Welt zu retten? Und wieso hat jeder mehr Tattoos, als man selbst? Überall ist Konfetti und Lärm. Wieso zeigt der Mann in der U-Bahn seinen Popo? Ganz schön unruhig diese Großstadt. Man macht eine Eckkneipe auf und nennt sie „Bei Mutti“, weil Heimat da ist, wo man Ruhe hat. Mittwochs gibt es Klopse. Beinahe so wie früher. 


Alles Liebe,


TUBBE